Bereit zum Abtauchen (2)

So spannend ich den Tauchroboter fand, auf Anhieb hatte ich nicht verstanden, wie das funktioniert mit der Druckneutralität. Darum habe ich mir TIETEK noch mal genauer angesehen.

Kollege Dr. Thomas Rauschenbach vom AST hat es mir erklärt: Normalerweise benötigen unbemannte Tauchboote eine massive Ummantelung, damit sie den Druck aushalten, der in der Tiefsee auf sie wirkt. Dadurch sind sie ziemlich schwer und teuer. Bei TIETEK ist das anders: Die Elektronik und auch die Batterie werden in Silicon eingegossen und sind so wie mit einer dicken elastischen Haut geschützt. Sensible Einheiten wie Kondensatoren erhalten noch ein zusätzliches Gehäuse. Dank dieser Konstruktion kann die Außenhülle aus einem leichteren und preiswerteren Material gebaut werden. Einen Härtetest in der Druckkammer, in der eine Tiefe von 6000 Metern simuliert wurde, hat der Tauchroboter schon überstanden.
Wie es im Realtest sein wird, darauf sind nicht nur die Forscher gespannt. Denn, so sagt mir Dr. Rauschenbach, beim Abtauchen ist es für den Roboter nicht so einfach sich zu orientieren. Am Grund beim Inspizieren von Leitungen oder Erkunden von Tiefseearealen kann er seine Sensoren einsetzen. Im Blauwasser hingegen fehlen ihm die Referenzpunkte. Da soll ein akustisches Signal Abhilfe schaffen und das Absinken auf die gewünschte Position sicher stellen.
Derzeit arbeiten Forscher aus vier Fraunhofer-Instituten intensiv daran, die Testfahrt im November vorzubereiten.
Mehr zum Taucher

Bereit zum Abtauchen (1)

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