von Moritz Stadler
Täglich nutze ich soziale Netzwerke wie Facebook und trotzdem habe ich immer ein ungutes Gefühl, weil ich nicht genau weiß, welche digitalen Spuren ich hinterlasse. Ich versuche einfach so wenig wie möglich anzugeben und mich beim Posten zu disziplinieren. Nutzern wie mir möchte Andreas Poller vom SIT helfen, sich entspannter durch soziale Netzwerke bewegen zu können.
„Wir versuchen das Verhalten der User zu verstehen“, erklärt er mir. „Denn nur so können wir einen optimalen Schutz der Privatsphäre entwickeln“. Es ist nicht so einfach dabei das richtige Maß zu finden. Ein zu strenger Privatsphärenschutz würde dazu führen, dass man fast nichts mehr veröffentlichen kann. Sind die Schutzeinstellungen hingegen zu lax, schafft das große Unsicherheit und viele Nutzer trauen sich nicht mehr etwas zu posten. Den richtigen Weg aus diesem Dilemma versuchen Poller und seine Kollegen zu finden. Dazu analysieren sie das Nutzerverhalten um anschließend eine Verbesserung des Privatsphärenschutzes in sozialen Netzwerken zu erreichen. Aktuell haben sie ein Analysetool entwickelt, dass zu Studienzwecken auswertet, welche Informationen die Nutzer an Facebook weiterreichen.
Ich habe das Tool gleich installiert und festgestellt: es ist nicht nur für die Studie von Andreas Poller interessant, sondern auch für mich. Endlich kann ich nachvollziehen, welche Daten Facebook sammelt. Etwa was ich poste, teile, like oder auch wann ich die Seite öffne und schließe.
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